menu close menu

Kinesiologisches Taping

Kinesiologisches taping ist eine Behandlungstechnik, die in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vom japanischen Chiropraktor Dr. Kenzo Kase entwickelt wurde. Er wollte die körpereigenen Heilungskräfte fördern und die natürliche Bewegungsfähigkeit der Gelenke aktivieren. In Verbindung mit dem Kinesiologen George Goodheart entwickelte er ein neues Konzept mit flexiblem tape. Über die hervorragenden Erfolge bei japanischen und später auch bei internationalen Sportlern, hat sich das Kinesiotape inzwischen in der Schmerztherapie fest etabliert.

Es besteht aus einem elastischen, latexfreien, luft- und wasserdurchlässigen Baumwollgewebe mit Polyurethanfäden und ist auf etwa 140% dehnbar. Ein wärmereagibler medizinisch getesteter Kleber sorgt für guten Halt auf der Haut. Die Farben sollen entsprechend der asiatischen Farbenlehre ein zusätzliches Stimulans bilden.

Das klassische Sporttape ist eine rein mechanische Korrektur, die zu einer funktionellen Immobilisation führen soll. Die betroffenen Muskeln und Gelenke werden geschützt, gestützt und entlastet.

Das Kinesiotape dagegen ist eine sensorische (auf die Körpersinne ausgerichtete) Korrektur, die die Selbstheilungskräfte aktiviert und unterstützt.

Muskel und Gelenkfunktion werden gefördert, die Mikrozirkulation wird verbessert und der Lymphabfluss angeregt.
Gleichzeitig wird das körpereigene Schmerzlinderungssystem aktiviert.

Hier einige der vielen Anwendungsmöglichkeiten:

  • muskuläre Dysbalancen und Muskelhartspann
  • Wirbelsäulensyndrome
  • Arthrose und Hallux valgus
  • Haltungsschwächen
  • Kopfschmerzsyndrome
  • Cervicobrachialgien und Thoracic outlet Syndrome
  • Sehnenansatzentzündungen wie Epicondylitis, Achillodynie, Supraspinatus Sehnensyndrom oder Patellaspitzensyndrom
  • Posttraumatisch nach Inversionstraumen, Distorsionen, Muskelfaserrissen
  • Postoperativ z.B. nach einer TEP oder einer Kreuzband OP
  • Primäre und sekundäre Lymphödeme
  • Ascites und Obstipation
  • In der Neurologie bei multipler Sklerose, Apoplex

Das Kinesiotape kann bis zu einer Woche auf der Haut verbleiben. Es ist gegen Feuchtigkeit (duschen) weitgehend resistent, eine Durchnässung wie beim Schwimmen oder Saunieren sollte jedoch vermieden werden.

Nicht geeignet ist Kinesiotape bei folgenden Erkrankungen:

  • Allergie gegen diesen Kleber
  • bakterielle Infektion
  • Verbrennung
  • Durchblutungsstörung
  • Thrombose
  • Chemotherapie
  • Blutgerinnungsstörung
  • hoher Schmerzmittelkonsum
  • schwere Herzinsuffizienz
  • Fieber
  • bei Parkinson Patienten kann es zu einer kurzfristigen Symptomverstärkung kommen.

Alle wollen unser Gutes. Lasst es euch nicht nehmen.

Stanislaw Jerzy Lec

Öffnungszeiten

Praxis

Montag bis Freitag
8:00 - 19:30 Uhr



Samstags nach Vereinbarung

So finden Sie uns

Annette Reinhardt
Praxis für Physiotherapie
Eisenbahnstraße 16
77833 Ottersweier
+49 (0) 7223 94 34 99 9
info@physiotherapie-ottersweier.de